JA, ABER ..... - warum soll denn gerade Deutschland ...??
... wäre es denn
nicht besser, wenn wir erst mal abwarten ...?
... und sollten nicht vielleicht doch besser erst die
USA ...?
... und überhaupt - ist das alles nicht viel zu
gefährlich ...???
So oder so ähnlich dürfte wohl die Reaktion einer
überwältigenden Mehrheit der Wahlbevölkerung lauten, würde sie unser
weltanschauliches Konzept bis zu diesem Punkt gelesen haben. Eine Reaktion, die
letztlich wohl auf der Erfahrung zweier verlorener Weltkriege samt der
moralischen Katastrophe des Nationalsozialismus basiert und zu einem
kollektiven Grundkonsens geführt hat, dessen Kern in einer Art unausgesprochem
Handlungsimperativ besteht: Nie wieder alleine gegen die Herde stehen - nie
wieder den Kopf aus der Menge strecken!
Eine psychologisch leicht nachvollziehbare Reaktion.
Und eine Reaktion, die ernst nehmen muss wer bei eben dieser Wahlbevölkerung
nicht nur um die konkreten Stimmen wirbt, die er zur Verwirklichung seiner
Vorstellungen benötigt, sondern vor allem auch um diejenige
"emotionale und mentale Zustimmung", die sich zwar nicht in direkten
Wählerstimmen auszahlt, die aber nichtsdestotrotz für eine politische Umsetzung
unerlässlich ist.
Denn: Eine 5,x %-Partei, die wir nach eigener
Einschätzung maximal werden können, kann ihre Vorstellungen nur im Rahmen einer
Koalition umsetzen, wie wir weiter unten noch erläutern werden. Und die kommt
nur zustande, wenn die anderen daran beteiligten Parteien sicher sein können,
das auch bei ihren Mitgliedern unsere Vorstellungen weitgehend akzeptiert und
geteilt werden - auch wenn sie diesen Wählern nicht so wichtig sind, dass sie
uns deswegen wählen würden.
Nun könnte man auf die obige Frage "Warum sollte
denn gerade Deutschland ...?" sicher mehr als eine Antwort geben - wir
wollen uns aber auf diejenige beschränken, die wir für zentral halten. Dazu
müssen wir zunächst auf ein Phänomen eingehen, das im allgemeinen Bewusstsein
noch keineswegs als ein solches wahrgenommen wird: Adolf Hitler... - Hitler?
Aber der ist doch ständig irgendwo präsent!? Nun, Sie sollten uns nicht
vorschnell unterbrechen. Natürlich meinen wir nicht, Hitler sei der Bevölkerung
unbekannt.
Und natürlich ist er ständig "irgendwie" überall präsent Ob er nun als Vergleichsmaßstab für irgendwelche aktuellen Schurkereien herhalten muss, ob es um irgendwelche Spätfolgen seines Wirkens geht, oder ob im Auftrag der Aufklärung die jeweils Nachgeborenen über ihn und alles wofür er steht informiert werden sollen - es gibt keine Person bzw. Epoche der deutschen Geschichte, die so lange nach ihrem Ende das öffentliche oder auch veröffentlichte Bewusstsein in vergleichbarer Weise beschäftigen würde.
Und diese Entwicklung wird nicht abnehmen, sondern
eher noch stärker werden. Denn wenn erst einmal "Onkel Franz" aus der
Lindenstraße den Weg alles Irdischen gegangen sein wird, wird es keinerlei
lebende Erfahrungsträger dieser Epoche mehr geben. Umso mehr wird die
Weitergabe der diesbezüglichen "Erfahrung der Art" dann über
Sekundärquellen - also die Medien - stattfinden müssen. Und damit sind wir
wieder bei dem oben angesprochenen Phänomen: Adolf Hitler ist zum Monopol
der deutschen Geschichte geworden.
Wohlgemerkt, wir sagen nicht, es bestehe die Gefahr er
könnte es werden - wir sagen ganz bewusst: Er ist es geworden! Das lässt sich
auch schon im allgemeinen Sprachgebrauch erkennen. Wenn bei irgendwelchen mehr oder
weniger offiziellen Anlässen auf die Zeit des Nationalsozialismus bzw. Hitler
Bezug genommen wird, tauchen immer wieder Metaphern wie die vom "Abgrund
der deutschen Geschichte" oder "Deutschlands' dunkelster Zeit"
auf.
Und auch ohne Kenntnis des Polaritätsgesetzes sollte
einem auffallen, dass hier niemals der Gegenpol Erwähnung findet. Vom
"Gipfel" der deutschen Geschichte, von Deutschlands'
"hellster" Zeit ist da nirgends die Rede. Merkwürdig? Kaum. Eher ein
Zeichen für ein in diesem Punkte sicheres Gespür der Redner: Es gibt diesen
Gegenpol nicht! Versuchen wir uns dies zunächst noch einmal an einem Beispiel
zu verdeutlichen.
Stellt man sich die einzelnen Epochen der deutschen
politischen Geschichte in Form einer Kurve, abgetragen in einem x-y-Koordinatensystem,
vor, dann gibt es dort "Täler " und "Hügel", die sich aber
alle zwischen Funktionswerten von, sagen wir, +2 bis -2 bewegen. - bis zu
Hitler. Dort stürzt die Kurve in historischer Minimalzeit auf einen
Funktionswert von, um im Bilde zu bleiben, -10 ab.
Und die Marksteine der (bundes-) deutschen politischen
Geschichte seither (Adenauer = Westbindung, Brandt = Ostpolitik, Kohl =
Wiedervereinigung, Schröder = "Ich will da rein...!")? Sie alle
stellen Geschichtsabschnitte dar, deren Funktionswerte sicher allesamt im
positiven Bereich bis +2 liegen (wir werden uns hüten, hier etwa genauer werden
zu wollen!), aber sie werden in keiner
Rede als Gegenpol zu Hitler bezeichnet werden.
Was keineswegs Ausdruck der Missgunst des jeweiligen Redners
gegenüber den genannten Bezugspersonen bzw. der von ihnen repräsentierten
Politik ist, sondern einfach nur instinktsicher das Empfinden offenbart, dass
ein entsprechender Vergleich inhaltlich schlechterdings falsch wäre. Wenn nun
aber bis heute kein politischer Gegenpol zu Hitler besteht, was hat das dann
für Konsequenzen?
Unbeschadet möglicher weiterer Konsequenzen, scheinen
uns vor allem zwei Folgen im
Vordergrund zu stehen:
1. Eine ganz
feine, hauchzarte, hintergründig-untergründige Delegitimierung dieses Staates und seines Systems. Denn
wenn mehr als ein halbes Jahrhundert konstruktive Politik nicht in der Lage
sind eine eigenständige politische
Leistung hervorzubringen, deren Kapazität als tatsächlicher Gegenpol zur
Kapazität der destruktiven Leistung Hitlers' empfunden wird, dann
bedeutet das für das Empfinden:
Hitler (bzw. das System für das er steht) war "leistungsfähiger"
(nicht "moralischer", "netter", "umgänglicher"
etc.) als alles was nach ihm kam. Das hat natürlich keine unmittelbar-konkreten
tagespolitischen Folgen, aber das es psychologisch gesund sein könnte, wenn ein
Volk sich auf Dauer nur mit einem Pol identifizieren kann, das nämlich der
Abgrund seiner Geschichte gleichzeitig ihr Gipfel sein soll, das können
zumindest wir uns nicht vorstellen.
Betrachtet man sich die Debatten um
"Rechtsradikalismus" und "Stolz auf Deutschland" einmal
unter diesem Aspekt, könnten sich hier durchaus erste psychologische Folgen zeigen. Jeder Mensch, der in
Deutschland die Schule durchläuft, lernt, das wir zwar die größte Katastrophe
der bisherigen Weltgeschichte ausgelöst haben - von einem Gegenpol aber hört er
nichts - logischerweise, denn es gibt ihn ja nicht.
Und ob der vieldiskutierte "Gebärstreik" nur
auf un-günstige ökonomische Umfeldbedingungen (deren Existenz und primäre
Wirksamkeit bei der Entscheidung für oder gegen Kinder wir keineswegs in Abrede
stellen wollen) zurückzuführen ist und so gar nichts mit der
nicht-ausbalancierten Kollektivpsyche zu tun hat?? Immerhin fällt der Absturz der
Geburtenrate ("Pillenknick") eben nicht nur mit der Einführung der
Pille sondern auch mit dem Beginn der öffentlichen (und
öffentlichkeitswirksamen!) Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus
zusammen - bloß ein weiterer Zufall?
2. Die zweite Folge:
Wir leben, als nationale Kollektividentität, bleibend ohne Mitte! Das kann man sich an einem Beispiel aus der Geometrie verdeutlichen. Es
gibt dort das "Kräfteparallelogramm", das von zwei Vektoren mit je
einem bestimmten Betrag und einer bestimmten Richtung aufgespannt wird. Dabei
ist eine Diagonale durch dieses Rechteck, die im Ursprung der Vektoren beginnt,
die sogenannte Resultierende. Ordnen wir nun einen Vektor mit negativen
Funktionswerten dem Nationalsozialismus zu, und den zweiten Vektor irgendeinem
Abschnitt der deutschen politischen Geschichte seither, den wir als
"positiv" oder "konstruktiv" betrachten, so hätte - nach
obigem Beispiel - der erste Vektor einen Betrag von "-10", der zweite
Vektor einen Betrag von maximal "+2", womit die Resultierende eines
solchen Parallelogramms natürlich in den Bereich negativer Funktionswerte
fiele.
Von "Mitte" würden wir sprechen, wenn die
Resultierende auf der x-Achse zu liegen käme. Das aber wäre nur der Fall, wenn
der zweite Vektor in Richtung und Betrag der Gegenpol zum ersten Vektor wäre.
Das Beispiel zeigt hoffentlich auch,
dass "Mitte" eben gerade nicht etwas ist, das man (sozusagen
durch direkte Aktion) "machen" kann, sondern immer etwas ist, das
"entsteht" - als Ergebnis zweier gegenpolarer Bewegungen.
Damit aber ist sie ganz bestimmt nicht zu erreichen,
indem man versucht die "eigene" Politik als exzessive Umsetzung des
"statistischen Mittels der politischen Handlungsweisen der
Nachbarvölker" zu gestalten.
Will man diese beiden Folgen vermeiden bzw. nicht
weiter mit ihnen leben, kann man dies nur, indem man einen geeigneten Gegenpol zu Hitler verwirklicht - und auf diese Weise die eigene Geschichte ausbalanciert.
Nur ... einen solchen
"Gegenpol" kann man nicht "mal eben machen", wenn es einem
gerade in den Kram passt (sprich, wenn die Haushaltslage es zulässt, wenn sonst
"nix wichtiges" ansteht, wenn das Wetter schön ist, die Laune gut und
man eh gerade nichts anderes vor hatte).
Ein solcher "Gegenpol" ist eben nur dann ein
Gegenpol, wenn er als Möglichkeit von einer Instanz jenseits des eigenen
(in diesem Falle "nationalen") "Ich" (und seiner
Interessen) angeboten wird. Das "Ich" darf in diesem Fall nur die
Wahl haben, diese Möglichkeit als Chance zu erkennen und zu
verwirklichen - oder es sein zu lassen. Ob man diese Instanz nun Gott,
Schicksal, Geschichte oder sonst wie nennen will, mag ins Belieben des Lesers
gestellt sein - entscheidend ist, dass sie da ist und das
sie nicht vom "Ich" "gemacht" ist ... - und natürlich, dass man sie zur Kenntnis
nimmt.
Wir sehen diese vom "nationalen Ich"
unabhängige Instanz in der inneren Struktur des Ablaufprozesses der
Menschheitseinigung, die wir ja als "Menschheitsschwangerschaft"
bezeichnet haben. Und im Rahmen dieser Struktur und von dieser Struktur her
haben wir als Deutsche quasi ein Angebot bekommen: "Hier ist eure Chance -
macht was draus, oder lasst es bleiben!". Allen, die diese Chance
ergreifen möchten, die "was draus machen möchten" gilt unsere
Einladung, sie im Sinne des Konzeptes des TERRANIA-Programms gemeinsam zu
verwirklichen.
Was wir dabei zu gewinnen haben, geht über alles
hinaus, was sich etwa ökonomisch erfassen ließe: uns selbst! Sollten wir, als
nationale Identität in der Lage sein die uns gebotene Chance zu erkennen, zu ergreifen
und zu verwirklichen, werden wir danach andere sein. Aber nicht in dem
banalen Sinne, in dem man etwa auch nach dem Trinken einer Flasche Wasser bzw.
jeder beliebigen Handlung ein anderer ist, weil einen eben "alles"
"irgendwie" verändert. Wie also werden wir danach "andere"
sein? Nun - danach werden wir mehr sein als "Hitler" ... und der
Rest.
Das mag manchem recht wenig erscheinen ... ("Ich
kann’s nicht anfassen, nicht essen, nicht trinken, und nicht darin herumfahren
... - was ist das schon?"). Aber
nicht deshalb, weil es wenig ist, sondern weil wir uns eben so sehr daran
gewöhnt haben mit und in einem Zustand zu leben, in dem "Hitler" (und
das, wofür er steht) der Monopol der deutschen Geschichte ist, das uns ein
"jenseits davon" schon gar nicht mehr erstrebenswert erscheint. Wer
mit einem Mühlstein um den Hals geboren wurde, wird diesen Zustand erst dann
nicht mehr für normal halten, wenn er den Mut gefunden hat durch eigenes Tun einen Zustand ohne diesen Mühlstein zu erreichen und zu erleben.
Da man gerade in diesem Punkt nur zu leicht - und
keineswegs immer unabsichtlich - missverstanden werden kann: Es geht
keinesfalls darum "Hitler abzuschaffen", ihn aus der deutschen
Geschichte zu entsorgen. Das wird schon durch die Differenz der heutigen und
zukünftigen Bewusstseinslage der jeweils nachwachsenden Generationen zum
Bewusstsein und den daraus erwachsenen Taten der Hitlerzeit unmöglich. Sondern
es geht um die Verwirklichung des Gegenpols, der allein uns mit uns selbst
versöhnen kann (denn wir sind es keineswegs! - und es reicht nicht mit aller
Welt versöhnt zu sein, solange man es nicht auch mit sich selber ist) und uns
die "Normalität" bringen kann, die wir trotz gegenteiliger
Behauptungen der gesamten deutschen Politikerkaste eben keineswegs haben.
Wenn Sie das nicht glauben, machen Sie doch einfach
den Versuch mit dem "Kräfteparallelogramm" und fragen Sie in diesem Sinn ... ja, wen? ... ja genau - fragen
Sie beispielsweise mal unseren Herrn Bundespräsidenten (wer immer das aktuell
gerade sein mag): "Sehr geehrter Herr Bundespräsident ... wenn Hitler der
Abgrund der deutschen Geschichte war - was/wo ist dann ihr Gipfel?" Und
wenn Sie eine Antwort bekommen, sei sie positiv oder negativ, dann prüfen Sie
mal ihr Empfinden ... - ob es wirklich
befriedigt wird durch diese Antwort?
Wir möchten diese Überlegungen schließen mit dem
ausdrücklichen Bezug zum "Similegesetz" aus dem Abschnitt
"Weltanschauung I". Wer die
dort gegebene Darstellung vom "Similegesetz als dem eigentlichen
kosmischen Heilgesetz" verstanden hat, der sollte keine
Schwierigkeiten haben zu verstehen, warum wir - im Sinne eines "Simile zu
Hitler" - etwas fordern, was für die Staatsraison der Bundesrepublik
Deutschland seit ihrer Gründung so etwas ist,
wie eine leibhaftige Begegnung mit dem "Gott-sei-bei-uns": den
politischen Sonderweg!
Keinen Sonderweg zwar auf allen nur denkbaren
politischen Gebieten, sondern lediglich auf einem einzigen: der
Weltraumpolitik! Dennoch aber einen Sonderweg, denn, gemäß homöopathischem
Imperativ "Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden" (similia
similibus curantur), kann eine Erkrankung, die durch einen Sonderweg
hervorgerufen wurde, auch nur durch einen Sonderweg wieder geheilt werden!
Diese "Heilung" ist dabei immer eine
"Hebung" - eine Hebung von etwas, das gesunken bzw. gestürzt ist. Und
"gestürzt" oder "gesunken" ist speziell in Deutschland in
einem kontinuierlichen Prozess vom I. über das II. bis zum III. Reich die
"Idee der Einheit". Am Anfang stand die Idee der Einheit von weltlicher
und religiöser Macht, verkörpert in der Institution des Kaisertums. Am Ende
steht der "Sturz", die "Dummwerdung" (= rein auf das
Materielle bezogen) dieser Idee.
Aus dem religiösen (= geistigen) Aspekt wurde dabei
die "ungeistige" Ideologie - und aus dem politischen (= weltlichen) "Willen zur Einheit" wurde,
sozusagen als äußerste Verdunkelung des Prinzips "politischer
Einheit", der "Wille zur Weltherrschaft". Hat man nun den Gedanken
verstanden, wonach Hitler, oder synonym der Nationalsozialismus, für den
"Sturz" dieses Prinzips stehen, dann sollte auch
verständlich sein, dass nur ein "Ähnliches"
(= Simile) dieses gestürzte Prinzip der Einheit wieder heben, und damit
"heilen" kann. Und wir sind unbescheiden genug unser "Konzept
eines Weges zur politischen Einheit der Menschheit" (TERRANIA-Programm)
dazu für geeignet zu halten.
Freilich mit einer Einschränkung: Den "religiösen Aspekt" können wir nicht liefern - wir verstehen uns als politische Partei mit politischen Zielen. Allerdings ist es natürlich auch möglich, dass sich der religiöse Aspekt in unserem Konzept "versteckt" und wir ihn nur aus Eigenblindheit nicht bemerkt haben. Beabsichtigt ist er jedenfalls nicht - aber wenn er vorhanden wäre, muss es ja nicht von Schaden sein.
vorherige Seite: Deutschland im
TERRANIA-Programm HOME nächste Seite: Idealer Wähler