Deutschland im TERRANIA-Programm
Im vorigen Abschnitt haben wir darzustellen versucht,
was die EU alles tun können wollen sollen müsste...! Das Problem dabei: Die EU
von heute, ist nach wie vor eine im Werden begriffene politische Identität, die
zudem bis heute rein reaktiv begründet ist - stellt sie doch im Kern eine
Reaktion auf die politische Ohnmacht der europäischen Staaten zu Beginn der
Supermachtepoche dar. Und zudem den Versuch, durch politische Integration nie
wieder die Erfahrung der Katastrophen des I. und II. Weltkrieges wiederholen zu
müssen.
Das war sicher alles richtig, schön und gut .... -
allein, es ist von gestern. Und seiner Verantwortung für die Zukunft kann nur
der gerecht werden, der zumindest eine Vorstellung seiner
Gestaltungsmöglichkeiten hat. Die EU jedoch hat bis heute leider keinerlei
Bewusstsein über ihre mögliche Funktion im Prozess der politischen Einigung der
Menschheit. Nichts bringt das deutlicher zum Ausdruck als die Höhe des
Landwirtschaftsetats in der EU, und, im Zusammenhang mit dem Raumfahrtthema, beispielsweise,
Schlagzeilen wie: EU versucht den
Anschluss zu finden beim Bau eines Raumgleiters.
(Diese
Schlagzeile eines mittlerweile gestorbenen Projektes soll natürlich nur das
prinzipielle Problem verdeutlichen!)
Darin zeigt sich das ganze Dilemma; man "macht
mit", "macht nach", "versucht, nicht abgehängt zu
werden". Diese EU wird keinen Prozess politischer Einigung der
Menschheit initiieren, denn sie ist ja vollauf damit beschäftigt "den
Anschluss nicht zu verpassen". Will man der EU ihre eigentlich unglaublichen
Möglichkeiten zum Bewusstsein bringen, muss man sie "aufwecken".... -
wie man Schlafende eben üblicherweise weckt: mit einem Wecker. Und genau diese
Weckfunktion soll (und könnte) unserer Ansicht nach Deutschland übernehmen.
Wie? Ganz einfach: Das was die EU im großen
realisieren soll, den Aufbau einer Solaren Infrastruktur, der STADT
TERRANIA als Keimzelle einer "planetaren politischen Ganzheit MARS",
und der TWG als Grundstruktur einer "planetaren politischen Ganzheit
TERRA", soll Deutschland, entsprechend dem Analogiegesetz, auf einer
ebenso entsprechend verkleinerten Ebene realisieren.
Da es sich im Prinzip um den gleichen Prozess handelt,
wie wir ihn als Aufgabe der EU schon im letzten Abschnitt ausführlich
geschildert haben, können wir uns hier auf die zwei Punkte beschränken, die wir
als die Aufgabe Deutschlands ansehen, um die Umwandlung des unbewusst
ablaufenden Einigungsprozess in einen bewusst und damit steuerbar ablaufenden
Prozess zu initiieren:
1, Deutschland baut eine raumfahrttechnische
Infrastruktur auf,
die einen dauerhaften Linien
verkehr zwischen Mars
und Erde ermöglicht
- nach dem Konzept,
das im Parteiprogramm
punkt
"Weltraumpolitik" dargestellt ist.
2. Auf dieser Grundlage realisiert es den Aufbau
eines ersten
Siedlungsmoduls der STADT
TERRANIA - und
erkennt diese diplomatisch an als
"planetare
politische Ganzheit MARS"!
Von der Sache her gesehen, ist damit alles gesagt. Da
aber manche/n, ob dieser scheinbar so wenigen Zeilen, vielleicht dennoch eine
gewisse Enttäuschung beschleicht ( ... irgendwie hatte ich mir mehr
vorgestellt!?), und auch weil ein bischen Optik als Verständnishilfe in unserem
Zusammenhang wohl kaum falsch ist, wollen wir uns den Gesamtprozess, der mit
den beiden obigen Punkten angestoßen werden soll. noch einmal anhand der
nebenstehenden "STRUKTUR-GRAFIK" vergegenwärtigen ...
Die
STRUKTURGRAFIK stellt den projektierten Ablauf des
"TERRANIA-Programms" vom Beginn bis zum Ziel dar. Am linken Rand der
Grafik finden Sie in einer gesonderten Spalte, eine wiederum dreiphasige
Einteilung, die den Gesamtprozess in eine Initial-, eine Zentral- und eine
Integrationsphase gliedert. Die Namen der einzelnen Phasen sind dabei Programm
und bezeichnen den jeweiligen inhaltlichen Entwicklungsschwerpunkt.
Demgemäss
geht es in der Initialphase natürlich darum den Gesamtprozess des
"Terrania-Programms" erst einmal soweit "ins Rollen" zu
bringen, dass er sich aus eigener Kraft tragen kann. Gestartet werden soll die
Initialphase, indem die BRD die schon
oben erwähnten beiden Hauptpunkte realisiert: Aufbau eines Linienverkehrs
Mars-Terra, sowie Gründung und politische Anerkennung der STADT TERRANIA als Repräsentantin der
"planetaren politischen Ganzheit MARS". In der Grafik ist das
dargestellt in dem einfach gerahmten Pfeil, der von der "BRD"
ausgehend horizontal nach rechts läuft und dann in der ersten Stufe der
"Planet Mars - Entwicklungsreihe" mündet.
Dadurch
gewinnen wir eine politische Herausforderungsform, deren Zielrichtung ... nicht
der Mars sondern die Erde ist! Denn dort soll ja zunächst die EU
herausgefordert werden, zusammen mit der STADT TERRANIA (in unseren Begriffen
von Identitätsqualitäten also eine Metation und eine Planetion) die TWG (=
Terranische WirtschaftsGemeinschaft) zu formieren. Diese Zielrichtung des
"Terrania-Programms" ist in
der Grafik durch den doppelt gerahmten Pfeil dargestellt, der vertikal von der
"BRD" ausgeht und in der ersten Stufe der "Planet Erde -
Entwicklungsreihe" mündet.
Mit der
Gründung der TWG, als ökonomischer Vorform der Zielform einer
"planetaren politischen Ganzheit TERRA" gewinnen wir eine erweiterte politische Herausforderungsform, die
nunmehr die USA und Japan herausfordern soll der TWG beizutreten - was umso
erfolgversprechender sein wird, je näher wir dem Beginn der Megamachtphase (ab
2100) kommen werden, denn die dort zu erwartende Phase harter dualer
Konfrontation wird nicht einfach über Nacht erscheinen, sondern zweifellos
einen dicken politischen Schatten schon auf die Jahre vor dem Beginn der
Megamachtphase werfen.
Sollte die
Integration der USA und Japans in die TWG gelingen, wäre dies gleichzeitig der
inhaltliche Übergang zur Zentralphase des "Terrania-Programms"
. Die Zentralphase ist zumindest zeitlich weit-gehend identisch mit der Megamachtphase.
Hier sollen schrittweise alle politischen Identitäten des Planeten Erde
ökonomisch in die TWG integriert und im Schutz der TWG politisch in die an
anderem Ort bereits beschriebenen Megamacht-Identitäten transformiert bzw.
integriert werden.
Erst nach dem
Ende der Megamachtphase, das zugleich der Beginn der Integrationsphase
des TERRANIA-Programms ist, sehen wir die psychologischen Voraussetzungen
gegeben nunmehr auch die primären Megamächte China und Indien in die TWG bzw.
TU (=Terranische Union), als politische Zielform der TWG, zu integrieren, denn
die Voraussetzung dafür ist eben nicht die Überzeugung, sondern die Erfahrung
der Megamächte China und Indien, die Grenzen der Entwicklung als unabhängige politische
Identitäten erreicht zu haben. Das gleiche Problem noch einmal anders
formuliert: Nicht nur der Kopf muss etwas (gedanklich) beendet haben, sondern
auch der Bauch muss es (gefühlsmäßig) beendet haben - billiger ist ein neuer
Anfang nicht zu haben!
Die
Vollendung dieses Integrationsschrittes ist dann gleichbedeutend mit der Geburt
der "planetaren politischen Ganzheit TERRA". In der Grafik ist
dies in den beiden Entwicklungsreihen des Planeten Mars und des Planeten Terra
bis zur Stufe unterhalb des obersten Grafikelementes (stellare politische
Ganzheit TERRA) dargestellt. Über die Entwicklung auf dem Mars während dieser
Zeit lässt sich logischerweise, außer dem Entwicklungsimperativ "Wachsen
und Gedeihen", nicht viel sagen, weil es dort keine getrennten politischen
Identitäten gibt, die zu vereinigen wären.
Die
Vollendung der Integrationsphase - und gleichzeitig Ziel und Ende des
"Terrania-Programms" - ist die Integration der beiden "planetaren politischen Ganzheiten MARS und
TERRA" in der "stellaren
politischen Ganzheit TERRA", was im obersten Grafikelement dargestellt
ist. Eine "stellare politische Ganzheit TERRA" ist dabei
konzeptionell so angelegt, dass in späteren Entwicklungszeiten der nunmehr
politisch existenten "kosmischen Person Menschheit", auch weitere
planetare politische Identitäten (= von Menschen besiedelte Planeten) in diese
Form integriert werden können - wenn sie dies wollen.
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