VORWORT

 

 

Nimmt man die Anwesenheit im Bundestag als Maßstab für den Erfolg einer Partei dann läßt sich unschwer zumindest eine Erfolgsvoraussetzung erkennen: Eine Partei braucht ein Zentralthema um erfolgreich zu sein! So werden etwa CDU/CSU mit dem Zentralthema "Ökonomie" bzw. "ökonomische Kompetenz" und "Recht und Ordnung" identifiziert; die FDP wird mit dem Liberalismus (ob Wirtschafts- oder (Bürger-) Rechtsliberalismus) identifiziert; die Grünen werden mit dem Thema "Umwelt" und SPD und PDS mit dem Thema "Sozialkompetenz" identifiziert (Ausnahme-Zeiten bestätigen die Regel!). Wie weit das berechtigt oder nicht berechtigt ist, ist an dieser Stelle natürlich nicht die Frage.

 

Zwar heißt das nun noch nicht, daß ein Zentralthema den Einzug in den Bundestag garantiert (siehe etwa "Tierschutzpartei", "Frauenpartei" etc.), es heißt aber sehr wohl, daß es ohne ein solches Thema ganz bestimmt nicht geht. Eine Partei, die zu den jeweils tagesaktuellen Themen immer die fantastischsten Lösungsvorschläge hätte, hätte dennoch keine Aussicht auf Erfolg im letztlichen Sinne politischer Machtteilhabe, ohne ein schwerpunktsetzendes Zentralthema. Und so haben auch wir unser Zentralthema:

 

Die Verwirklichung der politischen Einheit der Menschheit !!!

 

Soweit die plakative Verkürzung. Etwas genauer ausgedrückt geht es um folgendes: Wir vertreten nicht nur die Überzeugung, sondern ein konkretes Konzept, nach dem die Bundesrepublik Deutschland über die Verwirklichung eines bestimmten Programmes (siehe "TERRANIA-Programm" im Teil "Parteiprogamm") einen politischen Prozeß initiieren kann, an dessen Ende die politische Einigung der Menschheit steht.

 

"Tja  .....  was haben wir gelacht", wird spätestens an dieser Stelle so manche/r sich wohl denken und versucht sein, das Programm zuzuklappen und ad acta zu legen. Denn: Quasi automatisch hat man sofort zwei Dinge vor Augen ... - das kleine Deutschland und die große, große Erdkugel - und allein das Größenverhältnis zwischen beiden scheint die Garantie dafür, daß ein solches Ansinnen einfach nur blanke Illusion und hemmungslose Hybris sein kann.

 

Sollten auch Sie solche oder ähnliche Gedanken hegen, möchten wir sie an dieser Stelle ausdrücklich bitten diesem Impuls zu widerstehen, und zumindest den ersten Teil des Parteiprogrammes, die "Weltanschauung" nämlich, zunächst einmal durchzulesen und erst dann zu entscheiden, ob unser Ansinnen tatsächlich so illusorisch ist, wie Sie im Augenblick vielleicht meinen.

 

Womit wir einen weiteren entscheidenden Punkt, nämlich "Weltanschauung", angesprochen haben. "Weltanschauung" meint ja eine bestimmte Art und Weise die Welt anzuschauen, was gleichzeitig bedeutet, daß man nur einen Aspekt der ganzen Welt sieht. Entsprechend der Art dieses Aspektes ergeben sich dann bestimmte Erkenntnisse Einsichten und Wertungen, die wiederum zur Grundlage einer bestimmten darauf aufgebauten Politik werden.

 

Nun haben es die im Bundestag vertretenen Parteien nicht nötig ihren Programmen spezielle Teile voranzustellen, in denen sie die jeweils parteispezifischen weltanschaulichen Grundlagen ihrer eigentlichen programmatischen Ziele gesondert darstellen müßten. Das aber nur deshalb, weil die Bildung, Popularisierung und gesellschaftliche Verwurzelung ihrer Weltanschauungen, mit Ausnahme vielleicht der Grünen, bereits im 19. Jahrhundert stattgefunden hat.

 

Und die Grünen, als ursprünglich westdeutsche Milieupartei, konnten mit ihrem Programm auf einer innerhalb ihres Milieus bereits verbreiteten Weltsicht aufbauen. Wenn dagegen eine Partei ein Konzept entwirft und vertritt, demzufolge die Bundesrepublik Deutschland angeblich in der Lage sein soll mit Verwirklichung eben dieses Konzeptes einen politischen Prozeß zu initiieren, der zu einer politisch geeinten Erde führen soll, dann bedarf dies sehr wohl einer gesonderten Darstellung der spezifischen Weltsicht, aus der heraus das Konzept gewachsen ist – ansonsten würde es sich wirklich nur um hemmungslose Hybris handeln.

 

Daher haben wir das Parteiprogramm in zwei Abschnitte geteilt; einen ersten Abschnitt "Weltanschauung", in dem wir versuchen den weltanschaulichen Hintergrund darzustellen aus und auf dem wir dann unser Konzept eines Programmes zur politischen Einigung der Menschheit aufbauen. Und einen zweiten Abschnitt, der die Darstellung unserer programmatischen Ziele zu speziellen Politik-bereichen enthält. Unsere nochmalige Bitte daher: Lesen Sie sich erst den weltanschaulichen Teil durch - und dann das Programm, denn zumindest die Teile Aussenpolitik und Weltraumpolitik sind ohne den Hintergrund des weltanschaulichen Teiles nur mangelhaft verständlich.

 

HOME   nächsten Seite: Weltanschauung I