FINANZPOLITIK

 

 

Der einzige hier interessierende Punkt ist die Summe der mittlerweile aufgelaufenen Bundesschuld, sowie die Finanzmittel, die zur Bedienung dieser Schulden aufgewendet werden müssen. Und da zeigt ein Blick in den Haushalt: Der Schuldendienst ist nunmehr der zweitgrößte Posten im gesamten Bundeshaushalt! Mehr als 42 (in Worten: ZWEIUNVIRZIG!) MILLIARDEN Euro für die Zahlung von Schuldzinsen müssen jedes Jahr aufgewendet werden. Dabei ist von dem aufgelaufenen Schuldenberg noch nicht ein Cent abbezahlt. Im Gegenteil, der Berg wächst durch die Menge der jährlichen Neuverschuldung weiter fleißig an! Nun sind wir weder Professoren noch Doktoren der Nationalökonomie, weder Finanzwissenschaftler oder sonstige Spezialisten. Wir haben lediglich das sichere Gefühl, dass diese Fahrt ein böses Ende nimmt, wenn da nicht endlich konsequent gegengesteuert wird. Wenn man den Haushalt des Bundes mal mit dem unendlich viel kleineren, prinzipiell aber gleichen, Haushalt des privaten Staatsbürgers (ja, ja, ...natürlich auch der "Staatsbürgerin") vergleicht, dann könnte man sagen:

 

Die Person hat Einnahmen von 18.000 € im Jahr, davon muss sie bereits 4000 € für die Bezahlung ihrer Schuldzinsen aufwenden. Dennoch leistet sie sich Ausgaben von 20.000 €. Dazu muss sie aber wieder einen Kredit von 2500 € aufnehmen. Dieser Kredit kommt zu dem bereits angehäuften Schuldenberg neu hinzu und erhöht wieder die Summe der jährlich zu zahlenden Schuldzinsen.

 

Wenn diese Person überraschend arbeitslos werden sollte, kann sie "abdanken". Nun kann ein Staat zwar nicht arbeitslos werden, aber ruinieren kann er sich auch. Und selbst wenn er sich nicht ruiniert, so bleibt doch die unabweisbare Tatsache, dass die Summe die er in der Gegenwart für den Genus in der Vergangenheit zu zahlen hat, mit jedem Jahr zunimmt. Die Lasten der Vergangenheit dagegen werden immer größer und die Ernte der Zukunft wird immer geringer. Das ödet Sie an, das wissen Sie alles schon? Was wir denn dagegen tun wollen?? Nun, unser "Rezept" ist ebenso simpel wie hoffentlich wirkungsvoll:

 

Kurzfristig kommen wir weder von den Zinszahlungen noch von der aufgelaufenen Schuldenmasse herunter. Ergo muss eine langfristige Strategie nicht nur entworfen, sondern auch konsequent durchgehalten werden. Unsere "Strategie" lautet: Die Bundesschuld soll im Rahmen eines 50-Jahres-Plans abgebaut werden. Dazu soll innerhalb von drei Legislaturperioden, also 12 Jahren, die jährliche Neuverschuldung auf "0" abgebaut werden. Dann bleiben 38 Jahre für den Abtrag des Schuldenberges, wobei, zusätzlich zu den ja weiter zu zahlenden Zinsen für die Altschulden, noch ein jährlicher Abtrag von mindestens 10 Mrd. € aufgebracht werden muss, damit der Berg überhaupt wahrnehmbar "schmilzt". Und nach 50 Jahren, wenn die Schulden beseitigt sind, sollte das getan werden, was jeder normale Haushalt auch tut: Es sollte eine "Sicherungsreserve" in 2- bis 3 facher Höhe des Jahreseinkommens angespart werden, deren Zinserträge dann dem Bundeshaushalt, und damit auch wieder der Allgemeinheit, zugute kämen. Für eine solche langfristige Strategie braucht man ein entsprechendes politisches Langfrist-Korrektiv. Und das wiederum ist ein weiterer Grund ... na?... richtig ! ... das ist ein weiterer Grund uns zu wählen!

 

 

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